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Sonntag, 2. September 2012

Schwangerschaft XIII

Tja, erstens kommt es anders und zweitens als frau denkt :-)))
Da Andreas ja nun so was von recht gehabt *lach*

Heute morgen um 8.14 Uhr hat unsere Tochter Josefine Jutta in einer wunderbaren Hausgeburt das Licht dieser Welt erblickt!!!

Gewicht: 3120 g
Größe: 51 cm
Kopfumfang: 34 cm

Hach, ich, nein WIR, sind total glücklich und sehr, sehr zufrieden!!!

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Der Freitag verlief noch völlig ruhig, ich sah weiterhin keine Anzeichen für eine baldige Geburt und so hab ich letztendlich dann doch etwas Anderes gemacht und mich noch nicht, wie ja eigentlich geplant, weiter an die Vobereitung des Geburtszimmers begeben. Damit bin ich Samstag im Laufe des Tages angefangen - gefühlsmäßig hatte ich ja noch sooooooo viel Zeit ;-) Bis Samstagabend war ich dann auch schon etws weiter, aber noch nicht ganz fertig, es lag noch wegzuräumende Wäsche herum, um die ich mich am nächsten Tag kümmern wollte...
In der Nacht zum Sonntag wurde ich so gegen 3 Uhr wach und meinte, die Bauchschmerzen seien wieder da; irgendwie hatte ich das Gefühl, aufs Klo zu müssen, war aber erstmal zu faul, gleich dorthin zu gehen und blieb also erstmal liegen.
Aber was war das? Wie die Bauchschmerzen der letzten Tage fühlte es sich nicht mehr an, eher wie... ja, ist das denn die Möglichkeit?!... wie WEHEN?!
Ich war eh unruhig, an Schlaf war jetzt nicht mehr zu denken, also beschloss ich, aufzustehen und die letzten Sachen im Geburtsraum wegzuräumen. Das ging aber langsamer als gedacht, da ich die Wehen doch schon veratmen musste. Also erstmal wieder rüber in unser Schlafzimmer und Andreas wach gemacht, mit der Info, dass es wohl wirklich jetzt so langsam losgehen würde.
Ich habe noch so gut 1/2 Stunde weitergewurschtelt und mir dann überlegt, die Hebamme zumindest schon mal in "Alarmbereitschaft" zu versetzen. Sie würde von zu Hause aus noch etwa eine Stunde zu uns brauchen, aber trotzdem war Losfahren jetzt noch nicht erforderlich. Elisabeth wollte noch wissen, ob bereits der Schleimpfropf abgegangen oder die Fruchtblase geplatzt sei. Ersteres konnte ich bejahen, denn dieser hatte sich bereits Freitag/Samstag gezeigt, aber Fruchtwasser war noch nicht gekommen. Ich würde mich jedenfalls rechtzeitig wieder bei ihr melden.
Wir hatten das Telefonat gerade beendet, als ich die Flüssigkeit zwischen den Beinen spürte: die Blase war gesprungen! Nun, das kannte ich bereits von Jan und auch bei Änna war es ein vorzeitiger Blasensprung, wobei bei ihr das Fruchtwasser aber eher tröpfchenweise abging und nicht ganz so eindeutig zu identifizieren war. Diesmal war es dann wieder heftiger, aber da ich ja bereits ordentliche Wehen hatte, war alles in Ordnung.
Ich habe Andreas über die geplatzte Blase in Kenntnis gesetzt und die Nachricht hat ihn ziemlich schnell aus dem Bett gescheucht *lach*
Jan und Änne haben zum Glück noch weitergeschlafen, so dass wir gemeinsam dem Geburtszimmer den "letzten Schliff" verpassen konnten (Müll und Altpapier rausbringen, Tisch freiräumen und noch einmal saugen).
Inzwischen war es kurz vor 5 Uhr und die Wehen kamen etwa alle 4 Minuten... Vielleicht war es jetzt an der Zeit, die Hebamme herzuordern? OK, sie würde sich in Bewegung setzen. Prima, nun noch eben meinen Papa aus dem Bett klingeln, damit er sich auch langsam in Bewegung setzen kann, denn von Bochum braucht er ja doch gut seine 1,5 - 2 Stunden und ich hätte ihn schon gerne hier gehabt, damit er Jan und Änna beschäftigen kann. Aber das mit dem Wachklingeln gestaltete sich schwieriger als gedacht, mein Papa hat anscheinende einen SEHR tiefen Schlaf und Andreas hat ihn erst beim 8. oder 9. Anrufversuch völlig verschlafen ans Telefon bekommen... Aber nun gut, er wusste nun auch Bescheid, dass es ernst wird und er würde dann alles zusammenpacken und auch losfahren.
Und dann klingelte wieder das Telefon: die Hebamme - mit einer schrecklichen Nachricht :-/ Sie meinte, ich müsse wohl doch ins Krankenhaus fahren. Im Eifer des Gefechts sei sie bei sich die Treppe heruntergefallen und habe sich an ihrer Schwachstelle, dem rechten Knie, verletzt. Uff, oje... was nun?! Krankenhaus kam in meiner Planung jetzt ja so gar nicht vor.... Das sagte ich ihr natürlich auch. Vorallem, da ja niemand hier war, der bei Jan und Änna hätte bleiben können... (Klar, blöd, denn es hätte ja immer etwas sein können, aber wie gesagt: das kam in meiner Planung einfach nicht vor und passte jetzt so überhaupt nicht!)
OK, Elisabeth meinte, sie würde noch einen Moment warten, das Knie erstmal kühlen und sich dann wieder melden.
Wir haben schon überlegt, dass ggf. Andreas losfährt und sie hierher holt, falls es eben am Autofahren scheitern sollte.
Ich habe erstmal nur gehofft un darum gebetet, dass sie bitte, bitte herkommen kann.
Endlich klingelte wieder das Telefon und Elisabeth übermittelte die erleichternde Botschaft, dass sie sich jetzt in Bewegung setzen könne.
Boah, mir ist vor Erleichterung ein ganzes Gebirge vom Herzen gefallen!!!

Wie gesagt braucht sie ja etwa eine Stunde zu uns und mir war klar, dass, wenn ich weiterhin aufbliebe, sie nicht mehr wirklich rechtzeitig hier sein würde. Also habe ich mich ins Bett verkrümelt.

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Dort waren die Wehen weiterhin regelmäßig, aber die Abstände wurden wieder ein klein wenig länger, was wiederum "Böhnchen" nicht toll fand. Es war das erste Mal, dass ich unter der Geburt so bewusst Kindsbewegungen wahrgenommen habe :-)

Gegen kurz vor 7 war Elisabeth dann bei uns und nachdem sie und Andreas ihr Equipement hochgebracht hatten, bin ich wieder aufgestanden.
Die ersten Wehen war dann wieder gut auszuhalten, in den Wehenpausen konnte ich mir Elisabeth ein wenig plaudern.
Noch als ich im Bett gelegen hatte, war Jan aufgewacht und konnte es gar nicht recht glauben, dass "Böhnchen" nun tatsächlich bald kommen würde. Am liebsten wäre er dabeigelieben, aber das wäre mir etwas zu viel geworden, da Jans Mund nach dem Aufwachen nur selten stillsteht ;-)
Also durfte er sich eine DVD aussuchen und wurde ins Wohnzimmer "verbannt" - allerdings durfte er jederzeit wieder rüberkommen, um zu gucken, was los ist.

Währendessen wehte ich weiter munter vor mich hin und die Wehen nahmen jedesmal an Intensität zu.
Elisabeth hatte an diesem Wochenende noch einen Wochenend-Geburtsvorbereitungskurs und wollte um 8 Uhr ihre Kollegin anrufen, um abzusprechen, ob sie den Vormittag übernehmen kann oder ob Elisabeth lieber gleich ganz absagt.
Um 7.45 Uhr hatte ich eine Mega-Wehe und Elisabeth meinte, sie rufe lieber jetzt gleich an, denn um 8 Uhr würde sie wohl eher nicht mehr dazu kommen... ;-)
Letztendlich konnte sie die Kollegin aber doch erst um 8 Uhr rum erreichen, allerdings mußte sie das Gespräch arg kurzfassen, da mich die nächste Mega-Wehe mitriss...

An Jans Geburt habe ich schmerzmäßig gar keine negativen Erinnerungen. Eigenlich wird auch damals die Austrittsphase schmerzhaft gewesen sein, aber selbst direkt nach seiner Geburt hatte ich überhaupt keine Schmerzerinnerung.
Das war bei Änna anders. Bereits die Wehen waren bei ihr heftig - und zwar richtig, richtig heftig. Als es bei ihr soweit war, dass das Köpfchen rauskam, konnte ich mich so 2,3 mal nicht zum allesentscheidenden letzten Schritt überwinden. Bei Änna stand ich zunächst, aber irgendwann ging es einfach nicht weiter. Ich spürte den Kopf, merkte, dass sie rauswollte, aber das entscheidende Pressen ging einfach nicht, da es zu schmerzhaft war. Wir haben dann die Geburtsposition gewechselt und ich ging in den Gebärhocker, Andreas in meinem Rücken. Es tat immer noch weh und es brauchte noch einmal 2 Anläufe, bis ich endlich bereit war, so lange zu pressen, wie es erforderlich war.
Und diese Erinnerung war noch in meinem Kopf, die Schmerzen noch richtig präsent.
Die Wehen diesmal waren auch heftig, aber da ich unser Zuhause nicht verlassen musste, waren sie weitaus besser auszuhalten. Auch bei dieser Geburt stand ich (vor dem Bett, welches ich mir auf eine für mich passende Höhe hochgefahren habe, so dass ich mich bequem abstützen konnte - wie gesagt: ist ja ein Pflegebett ;-)) und auch diesmal spürte ich deutlich das drückende Köpfchen und den daraus resultierenden Schmerz, aber irgendwie war es dennoch anders.
Ich hatte zwar auch einmal das Gefühl, nein, es geht nicht mehr, ich schaffe das nicht!, aber das war direkt bevor der Kopf dann rausgekommen ist *lach* Noch einmal pressen, dann war das Schlimmste geschafft und "Böhnchens" restlicher Körper flutschte ganz leicht nach. Um 8.14 Uhr war "Böhnchen" dann auf dieser Welt :-)

Es war wieder eine sehr intensive Geburt, aber wunder-, wunderschön!!!

Nachdem "Böhnchen" geboren war, bin ich noch einen Moment lang stehen geblieben, habe Luft geholt, ließ mir von Andreas sagen, was wir nun bekommen haben ;-) und dann konnte ich mich mit dem unabgenabelten "Böhnchen" ins Bett legen. "Böhnchen" auf dem Bauch bzw. der Brust, zugedeckt mit einem kuscheligen Handtuch und dem Oberbett.

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Es war alles herrlich stimmig. Jan und Änna sind gekommen, um ihr neues Schwesterchen zu begrüßen und zu bestaunen. Jan hat sich interessiert die Nabelschnur angesehen und von Elisabeth erklären lassen, was es damit auf sich hat.
Nachdem die Nabelschnur auspulsiert hatte, haben wir noch einen Moment gewartet, dann hat Andreas Josefine abgenabelt.
Wir lagen weiterhin gemütlich im vertrauten Bett, es war kuschelig warm, denn Andreas hatte bereits frühzeitig den Kaminofen angeheizt, da der Morgen ziemlich kühl war.
Josefine lag auf mir, ganz ruhig, und irgendwann kam sie dann an die Brust und hat es gleich geschafft, zu saugen.

Andreas hat zunächst meinen Papa angerufen, der gerade das Ende der Autobahn erreicht hatte, also ungefähr noch eine gute 1/2 Stunde zu uns unterwegs sein würde. Aber jetzt war es eh egal, es hat auch so bestens geklappt; Jan und Änna waren während der direkten Geburt bei uns drüben, eben in ihrer vertrauten Umgebung, das war kein Problem. Und nun konnten sie ja eh bei uns im Geburtszimmer bleiben.
Das nächste Telefonat ging dann an die Schwiegermutter, die heute zum 4. Mal Oma geworden ist. Sie wollte gleich wissen, in welchem Krankenhaus wir denn seien und ging dann davon aus, nachdem sie erfahren hat, dass wir eben in keinem Krankenhaus sind, dass wir bei der Hebamme seien. Sie konnte es gar nicht fassen, dass Josefine Jutta tatsächlich bei uns zu Hause zur Welt gekommen ist *lach*

Hach, ich bin jedenfalls gerade mega,mega glücklich!

Irgendwann fragte Elisabeth, ob wir möchten, dass sie Josefine nun wiegt und mißt oder ob wir das auf morgen verschieben wollen. Aber es war ok, es passte, dass sie es gleich macht - und irgendwie war ich auch neugierig, ob sie sich gewichts- und größenmäßig im Rahmen von ihren Geschwistern bewegt ;-)

Nun genießen wir erstmal unsere Kennenlernzeit und lassen Josefine ihre Zeit, richtig hier anzukommen.
Andreas hat die kommende Woche bis einschließlich Freitag frei, mein Papa bleibt auch erstmal hier, so dass er den Fahrdienst für Jan (zur Schule, zum Reiten, zur Logo) und Bespaßung von Änna übernehmen kann und wir die meiste Zeit wirklich für "Böhnchen" haben werden.

Hab ich schon erwähnt, dass ich sehr, sehr glücklich bin?! ;-)

Kommentare:

Diandra hat gesagt…

Herzlichen Glückwunsch!

Anonym hat gesagt…

WOW!
ich hatte immer mal wieder geschaut wie weit es ist, aber daß es nun schon "so lange her " ist hat mich schon erstaunt!

von Herzen alles alles gute, glückwünsche, ein schönes weiteres Leben für Euch!

Ganz ganz hinreissend für mich zu lesen daß Geburt auch anders als bei mir geht, es war die Hölle, super suboptimal, Tochter das Schlüsselbein gebrochen und den Arm gelähmt weil sie einfach zu groß war....

Ich bin ganz von den Socken so etwas schönes harmonisches zu Lesen!

Alles alles Gute wünsche ich Euch und genießt Euer Familiendasein!

Ganz liebe Grüße,
Beltane

Kivi hat gesagt…

Ui, Glückwunsch!!!! Und vielen Dank für den tollen Bericht, da ist mir wirkich das Herz aufgegangen :-)))