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Dienstag, 11. Juni 2013

Leben

Soooo lange liegt der letzte Eintrag hier nun schon wieder zurück. Schade. Ich hatte vorgehabt, regelmäßig(er) zu schreiben, zumal es eigentlich so viel zu berichten gibt. Das hätte ich gerne, schon allein für mich selbst, festgehalten.
Es passiert einfach ständig etwas. Manches abrupt und unerwartet, manches bereits aus langer Sicht absehbar.

Es ist das erste Jahr, in dem wir keinen Wassergeflügelnachwuchs haben. Aus der Brut der ersten Gans waren 4 Gössel geschlüpft und sie waren alle gesund und munter und dennoch sind 3 nach und nach doch eingegangen. Das Vierte hat Andreas an einem Morgen ebenfalls im Stroh liegend vorgefunden, noch lebendig, aber quasi bewegungsunfähig. Wir haben es dann mal wieder ins Haus geholt, unter Rotlich gepackt und dann hiess es wieder "abwarten". Gösselchen bekrabbelte sich auch zusehends, hatte guten Appetit, wuchs und konnte nach 2 Tagen auch wieder laufen. Mir kam die Idee, einfach mal "Wassergymnastik" mit ihm zu machen. Also lauwarmes Wasser ins Waschbecken und gucken, was die Beinchen und Flossen so machen. Das ging richtig gut, der Bewegungsablauf war vorhanden und wurde durch die Gymnastik immer besser. Alles also prima - und dann ging plötzlich doch wieder nichts mehr. Es war weiterhin putzmunter, hat gefressen und gesoffen, nur die Bewegung versagte immer mehr, bis es schlußendlich nicht einmal mehr stehen konnte. Es war dann sichtlich eine Quälerei für das Tierchen und so haben wir Abschied genommen :-( Nicht leicht, aber eindeutig das Beste. Vielleicht hatten auch die anderen 3 dieses Problem und Mutter Natur wusste, was sie tat, als sie sie so früh doch wieder aus dem Leben genommen hat..

Die zweite Brutgans saß auf ihren Eiern fest, aber die Zeit verging und es tat sich nichts. Dort hat Andreas letztendlich dann die Eier weggenommen.

Von den Enten sind nacheinander 3 Erpel eingegangen, vermutlich wetterbedingt. Diese langanhaltende nasse Kälte, die Enten sind irgendwie gar nicht mehr richtig trocken geworden. Wir haben die verbleibenden Enten dann auch erstmal im Stall gelassen, bis das Wetter endlich ein wenig besser - sprich dauerhaft trockener - geworden war.
Eier wurden auch gelegt, aber wie bereits im letzten Jahr will keine der Entendamen so recht ans Brüten ran.
Macht aber auch nichts. Wir wollen den jetzigen Bestand eh am liebsten nur so erhalten Das mit dem Schlachten wird vermutlich ja doch nichts und es würden durch die Brut dann immer mehr und mehr Enten und Gänse...

Bei den Hühnern keine nennenswerten Neuigkeiten. Eines ist altersbedingt gestorben, alle Anderen sind wohlauf. Die beiden Hähne ebenfalls.

Schafe und Ziegen sind ebenfalls in Ordnung und ersetzen momentan vielfach den Rasenmäher ;-)

Shettys sind auf der ersten Sommerweide und freuen sich.
Die beiden Großen genießen auch das frische Gras, bekommen allerdings immer nur einen Teil der großen Weide freigegeben. Pico hat über Winter wieder ordentlich abgenommen, das ist jetzt aber bereits wieder drauf. Nun ja, die Zwei sind inzwischen auch bereits 25...

Hunde sind gut drauf, wobei "Emma" und "Luna" dringend zum Frisör müssen... Wir wollten eigentlich mal eine Trimmerin hier im Nachbarort besuchen, aber irgendwie stand die Terminfindung unter keinem guten Stern und so haben wir nun doch wieder für Ende des Monats einen Termin bei "unserer" Trimmerin in Bochum, die bereits schon "Charlys" Fell gestutzt hat :)

Bei den Stallkatzen gab es Zuwachs: wir haben von einer Pflegekraft eine neue Katze bekommen. Sie war ihnen am Reitstall zugelaufen, ist aber völlig scheu und da ihre Katzen doch eher zutraulich sind und auch regelmäßig geimpft werden, hat sie gefragt, ob es möglich wäre, die Katze versuchsweise bei uns anzusiedeln. Ob der Platz angenommen wird, liegt ja im Ermessen der Katze ;-)
Ansonsten haben wir derzeit 5 Stallkatzen: unsere Drei (Nelly, Sparky, Glöckchen), handzahm, schmusig, aber eben nicht an einem Leben im Haus interessiert, und zwei fremde Katzen, von denen die Weiße nur zum Fressen kommt und scheu ist, und eine Graue, die zunächst auch völlig scheu war, sich nun aber bereits quasi eingelebt hat.

Hauskatzenbaby "Kiki" hat sich gut gemacht. Sie ist ordentlich gewachsen und hat sich gut mit den anderen Dreien zusammengerauft.
"Paula" hat sich auch gut eingelebt und "Lilli" liebt es, mit in unseren Wohnbereich zu schlüpfen.
Ausreißerkatze "Micky" war letzte Woche krank :/ Sie lag eines Abends völlig matt und stark erkältet in ihrem Körbchen. Ich bin am nächsten Morgen direkt mit ihr zum Tierarzt (tolle Kiste, ist natürlich genau die Katze, die trotz Hausleben scheu ist und sich ungern anfassen lässt..., hat aber doch gut geklappt), war dort aber sehr unzufrieden mit der Behandlung. Die Wartezeit war lang, aber das ist schon ok. Allerdings mußten die letzten Patienten bis nach Sprechstundenende (11 Uhr) warten, was aber nicht Problem der Patienten sein kann. Es war aber offensichtlich, dass die Tierärztin ob der Zeit schon sehr angepisst war... Wir kamen als Vorletzte dran und waren nach knapp 5 min schon wieder raus. "Micky" hat in der Zeit 2 Spritzen reingejagt bekommen (was, weiß ich nicht, ich vermute, in jedem Fall ein AB), was sie genau hat, wurde mir ebenfalls nicht mitgeteilt, aber vermittelt, dass das Nichtimpfen dran schuld sei. Ich bekam noch eine Augensalbe mit auf den Weg und die Anweisung, in einer Woche wieder vorstellig zu werden. Kostenpunkt: 42,6o EUR.
Ich kam mir ziemlich abgefertigt vor und eines steht fest: mit dem nächsten kranken Tier geht es zu einem anderen Tierarzt! (auch den Besuch nach der einen Woche habe ich uns erspart!)
DIe Augensalbe habe ich "Micky" 2x gegeben, dann waren die Augen wieder völlig in Ordnung.
Für den Schnupfen gab es Meersalznasentropfen (für Kinder) und Einreibung mit Engelwurzbalsam. Dazu Rotlicht, viel Ruhe und gutes Futter. Den 1. Tag hat sie gar nicht fressen wollen und ich hatte schon richtig Sorgen, aber dann hat sie zumindest das Gelee/die Sosse vom Nassfutter weggeleckt und nach und nach wurde der Appetit wieder größer und die Katze zusehends fitter.

Unsere drei "Sprösslinge" wachsen und gedeihen. Jan hat sich mit der Schule leidlich arrangiert ;-) Nachdem ihm so richtig bewusst geworden ist, dass er nun quasi jeden Tag hin muss, hat die anfängliche Begeisterung doch nachgelassen ;-) Wobei ich denke, die Schule an sich ist ok, völlig unnötig sieht er nur die Hausaufgaben an..
Änna will am liebsten ebenfalls in die Schule und wenn schon nicht die, dann zumindest doch in den Kindergarten. Da kommt sie aber erst im kommenden Jahr hin. Unter 3 Jahren wollte ich nie ein Kind in den Kindergarten stecken, aber für Änna wäre das schon was gewesen. Vielleicht nicht gleich 5 Tage die Woche, aber schon 2, 3 Tage. Jetzt gucken wir erstmal nach einer Spielgruppe.
Letzte Woche war die U7 und es ist alles bestens!
Jutta (ja, wir sind jetzt von Josefine weg und bei Jutta gelandet :-) Sie hört/reagiert darauf am besten und Änna sagt auch immer nur "Jutta", also ist das Böhnchen nun die Jutta :-)) wächst und gedeiht und ihre reduzierte Zunahme ist jetzt völlig ausgeglichen. Sie hatte ja zwischendrin, ungefähr zu der Zeit, wo wir mit Beikost begonnen haben, tatsächlich abgenommen und hatte mit 6 Monaten nur 5400 g. Das fiel auf, weil, wenn sie sich gestreckt hat, richtig ihre Rippenknochen zu sehen waren und sich links und recht schon eine Kuhle gebildet hat. Ansonsten keine weiteren Anzeichen; sie war munter wie immer, krabbelte, war aufmerksam, hat nicht groß geschrieen. Keine Ahnung, was genau los gewesen ist Ich hab dann direkt unsere Hebamme kontaktiert und sie hat uns dann noch mehrfach besucht. Beim letzten Wiegebesuch hatte Jutta nun 6500 g und sieht richtig gut rundlich aus :-)
Krabbeln klappt wie aus dem effeff und seit gut 4 Wochen zieht sie sich überall hoch und steht. Ich vermute, sie wird noch was eher hier rumtapern als Änna es tat ;-)

Tja, und das Thema, wo ich am meisten zu schreiben könnte, ist meine Oma *sfz*
Seit 2 Tagen sieht es so aus, als befände sie sich in der "finalen Phase", es ist aber nicht eindeutig festzumachen. Vitalwerte sind vorbildlich, aber ihr Allgemeinzustand ist sehr, sehr schlecht. Stehen oder gar laufen geht überhaupt nicht mehr und seit vorgestern ist auch das Essen und Trinken sehr reduziert, wobei sie gestern aber doch wieder etwas essen wollte.
Auch die Sprache ist quasi weg. Eine verbale Kommuniktion ist eigentlich nicht mehr möglich.
Nun ja, all das ging natürlich nicht von heute auf morgen sondern lief über mehrere Wochen, Monate und hängt auch stark in Verbindung mit ihrer Demenz zusammen.
Die Demenz ist auch ein interessantes Thema. Sie wurde zwar im Laufe eines KH-Aufenthaltes mal diagnostiziert, aber Oma ist nie einem Neurologen vorstellig geworden, was an sich sehr sinnvoll gewesen wäre.
Die ersten Demenz-Zeichen gab es ja auch bereits vor Jahren in Bochum. Nur hat da niemand an Demenz gedacht. Heute bin ich schlauer und kann rückblickend viele Sachen anders deuten.
Das letzte Jahr war jedenfalls schon heftig und ganz besonders die letzte Zeit. Als sehr gravierend empfinde ich die Wesensveränderung von Oma; eigentlich ist es gar nicht mehr Oma, die hier bei uns es ist. Zumindest nicht mehr so, wie wir sie viele Jahre gekannt hatten.
Wenn ich zurückblicke, denke ich, der Hauptwendepunkt war im letzten Jahr, etwa zu Juttas Geburt. Von der Schwangerschaft hat Oma schon noch etwas mitbekommen, aber die Geburt ist an ihr vorbeigegangen. Sie hat zwar das Baby wahrgenommen, aber dennoch irgendwie nicht realisieren können. Sie hat auch (nach der Geburt) ganz oft noch gesagt, wie es wohl wird, wenn das neue Baby dann da sein wird... Und sie hat auch nie Jutta als Jutta erkannt, das war immer Änna.
Das war auch die Zeit, in der sie Dinge/Personen gesehen hat, die (real) gar nicht da waren. Hier war der Höhepunkt die Panzergarnison, die unseren Weg entlangfuhr...
Ansonsten standen oft Leute und Autos unten an der Straße.
Das war im ersten Moment auch schwierig, damit umzugehen. Die erste Reaktion war, zu erklären, dass da eben NICHTS sei. Aber wir haben dann gelernt, ihr Gesehenes einfach zu akzeptieren und ggf. auch zu bestätigen.
(Heute würde ich mich im übrigen freuen, wenn sie noch einmal so reden und Dinge sehen würde...)
Es gehen mir so viele Dinge durch den Kopf, aber ich kriege es gerade nicht hin, sie in passende Worte zu packen.

"Einschlafen dürfen, wenn man das Leben selbst nicht mehr gestalten kann,

ist der Weg zur Freiheit und Trost für alle."

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